Einwohner: 3000
Ortsteile: Döbrichau, Döbritschen, Posewitz, Schinditz, Stöben, Tümpling, Wonnitz, Zöthen
| Helle Kalkfelsen über den Dächern schmaler Straßen
prägen das Bild der Stadt. Der Ort wird von der Saale in zwei Teile getrennt
und war bereits im Mittelalter auf beiden Seiten befestigt. Über den
Fluß verbinden zwei Brücken die im Osten gelegene Meißner Seite
mit der Thüringer Seite, die sich nach Westen hin ausbreitet. Camburg wurde und wird wie kaum eine andere Saalestadt durch den Fluß geprägt. Zwar brachte die Saale durch zahlreiche Hochwasser immer wieder Gefahr für die Bewohner, aber sie sicherte auch über Jahrhunderte durch die Flößerei und jährliche Holzmessen, durch die Fischerei und die Saalemühle das tägliche Brot und verhalf den Camburgern zu bescheidenem Wohlstand. |
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Veranstaltungen:
sehenswert:
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Das Stadtwappen stellt den Heiligen Laurentius in blauem Gewand mit schwarzem Rost in der
Rechten und grünem Palmzweig in der Linken dar. Die Legende berichtet, dass Laurentius
bei der Christenverfolgung die Schätze der Kirche ausliefern sollte. Als er die Armen
und Kranken als solche Schätze bezeichnete, wurde er auf dem Rost lebendig verbrannt. |
Nachdem das im Jahre 1741 erbaute alte Rathaus den Ansprüchen der Stadt nicht mehr genügte, wurde 1888-1890 für über 1/4 Million Mark das neue Rathaus gebaut. Es war als reines Vergnügnungslokal gedacht - erst 1909 wurde für Büroräume des Bürgermeisters und der Polizei Platz geschaffen. Der Rathausturm ist 25 m hoch und hat zwei Glocken,die die Zeit angeben und früher als Alarm- und Sturmglocken genutzt wurden. Durch einen schweren Sturm im Januar 1994 wurde die Rathausturmspitze abgeknickt und mußte abgenommen werden. Die Reste der Spitze waren nicht mehr zu gebrauchen und so wurde im Mai 1995 eine originalgetreue neue Turmkugel samt Wetterfahne und Zubehör auf den ihr gebührenden Platz in luftiger Höhe gebracht. | ![]() |
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Karl der Große baute 742 - 814 die Grenzbefestigungen des
Frankenreiches an der Saale aus. Es entstanden Holzbefestigungen auf
dem Turmberg und am westlichen Saaleufer Anlagen zum Schutz der
Furt. Unter den Königen Heinrich I. und Otto I. wurden die
Befestigungen ausgebaut und Grenzmarken gebildet. |
1928 wurde das Kreishaus mit den Wappen der Dörfer der ehemaligen Grafschaft Camburg eingeweiht. In diesem Haus, das vorher die Post beherbergte, befand sich die Verwaltung der selbstständigen "Kreisabteilung Camburg". |
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709 verkaufte die Mühle die Feldstücke zwischen Saale und Lache an
private Eigentümer. Diese schufen sich in der Folgezeit einen eigenen
Zugang zu dem "Wehrigt" durch die Hausbrücke. Eine Besonderheit sind
die an beiden Seiten angebrachten Tore. Sie wurden nachts verschlossen,
um Dieben den Zugang zu den "Krautländern" zu verwehren. |
1,5 km nordwestlich von Camburg befindet sich die Ruine dieser romanischen Kirche. Erbaut wurde die Kirche vermutlich um das Jahr 1000 als Stiftung einer Feudalherrin. 1121 urkundliche Erwähnung als Kirche von "Stubi". 1539 hat der letzte Pfarrer die Kirche verlassen. Danach verfiel sie und lieferte Baumaterial für die umliegenden Ortschaften. | ![]() |
| Am Weg nach Tümpling sehen wir oberhalb der Saale eine in den Kalkfelsen gehauene romanische Anlage, die Klause, auch Klausloch genannt. Vom Weg aus führen Steinstufen in die Höhle, die in zwei Räume gegliedert ist. An eine kleine Kapelle mit noch erkennbarer Altarnische schließt sich der Wohnraum des "Klausners" an, der sicher im frühen Mittelalter hier gewohnt hat. |
Die Stadtkirche war vor der Reformation dem Heiligen Laurentius geweiht.
1701 traf ein Blitz während des Gottesdienstes das Gebäude Es wurde bis auf den
Turm zerstört. Der Wiederaufbau wurde durch die Einweihung am Trinitatistag 1708
beendet. Der reich geschnitzte Altar stammt von 1712. |
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In der Abteilung für Ur- und Frühgeschichte werden vom Faustkeil der Altsteinzeit
bis zum Steinbeil der Jugendsteinzeit Fundstücke aus der Camburger Region
gezeigt. Urnen der Bandkeramiker, Handmühlen, Werkzeuge und Waffen der verschiedenen
Kulturgruppen zeigen anschaulich, wie dicht bevölkert dieses Siedlungsgebiet war. Es
wird weiterhin eine Übersicht zur Erdgeschichte, Geologie und Entwicklung des
Lebens gegeben.
07774 Camburg Tel.: 036421/22188 Öffnungszeiten: Di.- Mi.- Do. 9.00-11.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr, Fr.: 9.00 -11.00 Uhr, So.: 14.00-16.00 Uhr Gruppen nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeit! |